Sachliche Kritik

Unsere Argumente

Alle unsere Bedenken basieren auf den offiziellen Planungsunterlagen, Gutachten und Umweltberichten der Stadt Luckau. Wir erfinden keine Fakten – wir lesen die Dokumente genau.

Sauberes Wasser in der Landschaft
Argument 1
Trinkwasserschutz

Unser Trinkwasser darf nicht gefährdet werden.

Ein erheblicher Teil des Plangebiets liegt innerhalb des Wasserschutzgebietes "Schollen" und berührt alle drei Schutzzonen. Obwohl die Module selbst außerhalb der strengsten Schutzzonen geplant sind, sehen wir konkrete Risiken.

Risiko: Batteriespeicher (190 MWh)

Der Umweltbericht erwähnt explizit das Risiko eines "Thermal Runaway" bei Lithium-Ionen-Batterien: intensive Wärmefreisetzung, Brände und explosionsartige Druckentlastungen mit gesundheitsschädlichen Rauchgasen.

Risiko: Wassergefährdende Stoffe

In den Trafostationen werden wassergefährdende Stoffe (Trafoöl) eingesetzt. Obwohl geschlossene Systeme vorgesehen sind, bleibt ein Restrisiko für Boden und Grundwasser.

Unsere Forderung: Der Standort für den Batteriespeicher und die Trafostationen muss außerhalb sensibler Trinkwasserbereiche liegen.

Artenschutz

Gefährdete Vogelarten brauchen diesen Lebensraum.

Das offizielle Avifaunagutachten, das im Auftrag des Vorhabenträgers erstellt wurde, belegt eindrucksvoll: Die betroffenen Flächen sind ein wichtiger Lebensraum für zahlreiche Vogelarten.

35
Brutvogelarten nachgewiesen
16
Brutpaare der Feldlerche
3
streng geschützte Arten

Feldlerche (gefährdet)

16 Brutpaare wurden im Plangebiet nachgewiesen. Die Feldlerche ist auf offene, unverbaute Ackerflächen angewiesen – genau jene, die durch den Park überplant werden.

Heidelerche und Ortolan (streng geschützt)

Beide Arten sind streng geschützt. Ihre Bruthabitate würden durch die Anlage direkt beeinträchtigt. Die geplanten Ausgleichsmaßnahmen (8 ha Brachestreifen) bewerten wir als nicht ausreichend.

Feldlerche auf Weizenhalm
Argument 2
Radfahrerin in der Brandenburger Landschaft
Argument 3
Landschaftsbild und Erholung

Unsere Landschaft ist mehr als eine Nutzfläche.

Eine Anlage auf 161 Hektar mit bis zu 5,60 Meter hohen, sich bewegenden Modulen stellt eine massive und dauerhafte Veraenderung unserer Heimatlandschaft dar. Diese Veraenderung trifft uns alle – als Anwohner, als Erholungssuchende und als Menschen, die hier zu Hause sind.

Der geplante Bienenradweg

Ein naturnaher Radweg soll direkt am Plangebiet entlangführen. Eine unmittelbar angrenzende Industrieanlage würde den Erholungswert dieses Weges erheblich mindern.

Sichtbeeinträchtigung an der Kreisstraße

Der Umweltbericht selbst erkennt an: "Insbesondere im Bereich der Kreisstraße, an der der Agri-PV-Park grenzt, sind unmittelbare Sichtbeeinträchtigungen zu erwarten." Als Ausgleich sind lediglich Baumreihen geplant.

Blendwirkung durch Tracker-Module

Die sich bewegenden Tracker können bei tief stehender Sonne zu Blendwirkungen führen – sowohl für Anwohner als auch für den Straßenverkehr auf der Kreisstraße.

Kumulative Belastung

Unsere Region trägt bereits ihren Teil bei.

Wir sind keine Gegner der Energiewende. Aber wir müssen ehrlich sein: Unsere Region ist bereits erheblich durch technische Infrastruktur belastet. Eine weitere Großanlage überschreitet aus unserer Sicht die Grenze der Zumutbarkeit.

Windpark Dubener Platte

Liegt nur ca. 350 Meter vom Plangebiet entfernt und ist bereits eine erhebliche visuelle und akustische Belastung für die Anwohner.

380-kV-Freileitung

Eine Hochspannungsfreileitung durchquert das Plangebiet bereits und prägt das Landschaftsbild.

Nur "bedingt geeignet" laut Gesamtkonzept

Laut dem städtischen Gesamtkonzept sind die betroffenen Flächen lediglich als "bedingt geeignet" eingestuft. Dennoch werden sie priorisiert – hauptsächlich wegen der Flächenverfügbarkeit für einen Vorhabenträger.

"Die Interessen der Wohnbevölkerung und der Natur müssen schwerer wiegen als die reine Verfügbarkeit von Flächen."

— Bürgerinitiative Summen statt Brummen

Weite Brandenburger Agrarlandschaft
Argument 4

Unterstützen Sie unsere Forderung nach einer echten Alternativenprüfung.

Unterzeichnen Sie die Petition und zeigen Sie der Stadt Luckau, dass bessere Standorte gefunden werden müssen.